30 Years of exceptional Motoring

Von 28 auf 340 PS

von 600 ccm auf 5,7 Liter

von 2 Zylindern zum HEMI V8

und ein Ausblick in die Zukunft, die längst nicht so düster kommen muß, wie uns einige einreden wollen...

Die Anfänge:

1978: Citroen 2CV6

Es war 1978, als ich im ersten Monat meines offiziellen Autofahrerdaseins auf der Stoßstange eines Chevrolet Blazer (das sind die Dinger, die heute als Tahoe laufen, damals hießen die Blazer) folgende Aufschrift las:

"Viel Hubraum   ---   viel Drehmoment

Wenig Hubraum   ---   viel Scheiße"

Nun, nach allem, was ich seit dem 2CV6 mit 600ccm und 4mkg (heute ca. 40 Nm) gefahren habe... Da war schon was dran. Aber auf der anderen Seite: Dumpf "auf's Gas latschen" bei einem fetten V8, das kann jeder. Wirklichen Einblick in Drehmoment, Drehzahl und Gangabstufungen bekommt man, wenn alles sehr knapp ist und man in sehr hügeligem Gelände unterwegs ist. Hat man erst einmal den Punkt des maximalen Drehmomentes unterschritten, so gilt es rechtzeitig in den nächst niedrigen Gang zu schalten, um Anschluss zu finden im Drehzahlbereich oberhalb des maximalen Drehmomentes (und je geringer es ist, desto wichtiger wird das). Auch das, was man in der LKW Ausbildung unter Schwungfahren ( den Berg mit genügend Anlauf anzugehen, und nicht erst aufs Gas zu gehen, wenn man am Berg schon "verhungert"), lernt man so sehr schnell in der Praxis. Und abrunden kann man das Ganze dann noch mit einem Getriebe, das nur teilweise syncronisiert ist. Wollte man aus 2 in 1, dann ging dies nur mit Doppelkuppeln und wirklich präzisem Zwischengas. Aber wenn man die Sache erst einmal beherrscht, "fällt" der Gang so glatt rein, als wäre der Ganghebel gar nicht mit der Getriebe verbunden...

1979 im Sommer in den USA

Beim Besuch einer befreundeten Familie in den USA: erstmals ein "richtiges Auto" gefahren:

Ich habe nur ein kleines Bild von diesen mehr als 2 Tonnen und 5,8 Metern Blech: Ein 1966 Cadillac Fleetwood Sixty Special mit 429 cubic inch 340hp V8 (ca 7 Liter Hubraum und 340 PS, allerdings keine DIN PS sondern SAE (die werden ohne kräftezehrende Zusatzaggregate gemessen), und außerdem wurden diese durch eine 3-Gang-Automatik mit sehr weichem Wandler und einer ellenlangen Gesamtübersetzung "erstickt". Im Vergleich zu meinem aktuellen HEMI V8 (ganz unten auf dieser Seite) eine ganz lahme Krücke. Aber auch ein ganz anderes Erlebnis. Das Fahrwerk des "Standard of the World" (Eigeneinschätzung von Cadillac zu jener Zeit) war abgestimmt nach dem Motto "ride on a cloud" (frei: auf einer Wolke dahinschweben). Zusammen mit dem weichen Wandler war das irgendwie wie Motoryacht fahren: Mit dem Lenkrad den Wunschkurs anstreben, mit dem Gaspedal die Drehzahl erhöhen und das Ganze nimmt Fahrt auf. Ganz weich und völlig entkoppelt von der Motordrehzahl... und je mehr Fahrt man aufnimmt, desto mehr wogt das ganze in etwa in Richtung Horizont, durch kontinuierliche Korrekturen am Ruder auf Kurs gehalten. Völlig aggressionsloses Gleiten, einzig dem Ziel verpflichtet, alle Härten und Unannehmlichkeiten von den Passagieren fernzuhalten... Bon Voyage!!!

daher hier ein Link:

http://www.conceptcarz.com/vehicle/z14562/Cadillac-Fleetwood-Sixty-Special.aspx

1980: Ein neuer Citroen GS Special Pallas

Wenn man sich vor Augen führt: 1980! Da war die Technik noch weiter hinter der von 2008 hinterher?

Nun...

Dieses Auto hatte serienmäßig eine hydropneumatische Federung, die neben unerreichtem Federungskomfort für eine perfekte Strassenlage sorgte (auf dem Link anbei ein Beispiel für die Turbo Version)

http://de.youtube.com/watch?v=Exo1PbuvNvs&NR=1

und außerdem die Aerodynamik der günstigt geformten Karosserie dadurch unterstütze, daß auch unter noch so starker Beladung die Karosserie ihr Niveau unverändert beibehielt (für die aerodynamische Qualität ist nicht nur die Ausformung der Karosserie entscheidend, sodern in ganz besonderem Maße auch der Anstellwinkel zur anströmenden Luft)

Der Kenner wird erkennen:

Die Radkappen sind vom GS Pallas, die Chromleisten um die Fenster und die Auspuffblende auch, die Seitenleisten im Interesse des Karosserieschutzes jedoch länger als bei Pallas (beim Pallas sind diese nicht bis zu den Heckleuchten durchgezogen)

Die Spiegel (elektrisch verstellbar) stammen vom CX Prestige.

Die echten Highlights kommen jetzt:

Kopfstützen vorn und hinten

Elektische Fensterheber vorn und hinten (selbst eingebaut, ebenso wie die Dachkonsole, auf der die Bedienschalter angebracht waren (von in.pro)

Auf der Dachkonsole auch montiert: Deckenleuchten vorn und hinten vom Mazda 929 mit jeweils 2 Lesenlampen, also eine je Platz, sowie eine gesonderte Uhr für die Passagiere im Fond)

Um diese bei Bedarf vor der Sonne zu schützen: eine elektisch verstellbare Lamellenjalousie (natürlich auch alles selbst eingebaut)

Da sag mal einer, daß angehende Geisteswissenschaftler (mein Diplom machte ich an der Uni Kiel nach nur 8 Semestern (inklusive Diplomarbeit) im Jahr 1986) 2 linke Hände haben...

Aber es geht noch etwas mehr. Damals (1980, als man bei deutschen Autos gegen Aufpreis ein Radio mit Cassettenlaufwerk und 5 bis 7 Watt gab, bekam mein Auto ein Anlage mit 4 mal 20 Watt-Endstufe. Zu der Zeit der absolute Wahnsinn, heute eine Lachnummer. So ändern sich die Zeiten... Tubular Bells von Mike Oldfield was das Referenzstück. Da kam keiner mit, auch nicht die GTi, GSi oder RS2000 Fraktion

Die Krönung der Selbsteinbauten: ein aus den USA importierter Bordcomputer mit 44 Funktionen bis hin zum Tempomaten. Das bekam man zu der Zeit für noch so viel Geld und gute Worte nicht einmal für die S-Klasse bei Mercedes.

Dazu waren unzählige Einbauten erforderlich:

Drehzahlsensor an der Hinterachse zur Berechnung von Wegstrecke und Geschwindigkeit

Durchflußmengenmesser für die Berechung des Verbrauchs und der noch möglichen Reststrecke

Sensoren für Betätigung von Kupplung und Bremse (um bei Betätigung den Tempomaten abzustellen)

Unterdruckservo zur Betätigung des Gaspedalzuges durch den Bordcomputer

Sensoren für Innen- und Außentemperatur

Und nun noch die Krönung.

Mit ein wenig Können ließ sich dieses Ding mit wenig als 7 Liter bewegen!

Leider habe ich nur dieses eine Foto noch von dem Auto. Es gäbe noch unzählige Details aufzuführen... Ein letztes: In Anlehnung an die großen Citroen DS Pallas Modelle der späten 60er und frühen 70er Jahre: ein Teppich, der mit 3 cm Schaumstoff unterfüttert war.

Wer einmal mehr von diesen Autos sehen möchte, der nutze einfach ein paar der unten gegebenen Links, vielleicht auch um zu sehen, wie stimmig die Kombination der Einzelteile hier war. Ähnlich wie heute Chip Foose (vielleicht bekannt aus DMAX und der Serie Overhauling) immer wieder betont: Was hat sich der Designer eigentlich wirklich gedacht, als er dieses Auto entwarf (http://www.chipfoose.com/gallery.aspx?LinkID=tn7) , war auch seinerzeit die Überlegung, wie kann man die Linien und Proportionen bestmöglich zur Geltung bringen. Also noch mal oben das Bild ansehen (es gibt leider nur das eine) und dann mal vergleichen in dem folgenden Clip, wie es andere gemacht haben:

http://de.youtube.com/watch?v=2iCx87z7768&feature=related

Hier noch eine 2. Sammlung

http://de.youtube.com/watch?v=KU2db7HIQaE&feature=related

Wenn es einer überhaupt hinbekommen hat (verstanden hat, was der Designer im Sinn hatte), so ist dies meiner Meinung nach der Fahrer des dunkelgrünen Pallas. Der hat von seinem Auto auch noch ein paar weitere Link seines Citroen GS Pallas in Netz gestellt.

http://de.youtube.com/watch?v=tt81oYOIs_s&NR=1

In diesem Video zeigt er sehr schön, wie sich der Wagen nach dem Anlassen mit der hydropneumatischen Federung hochpumpt, und wie die Niveauregulierung Be- und Entlastung ausgleicht

http://de.youtube.com/watch?v=7DhgYi065gg

Hier noch einmal ein Gang rund um seinen Wagen. Man bemerke, dass dieses Auto gar nicht so alt aussieht im Vergleich (der Entwurf ist mehr als 30 Jahre alt) zu heutigen Autos, man sieht bei dem Rundgang einen weißen Opel Corsa 2008!

http://de.youtube.com/watch?v=7jZgQJA189s&NR=1

Es war ein Auto mit einem einzigartigen Federungskomfort. Nicht umsonst krönte Mercedes seinerzeit den 450 SEL 6.9 (einfach mal googlen) als Spitzenmodell mit eben dieser hydropneumatischen Federung. Und auch Rolls Royce verwendete diese Federung für die Hinterachse. (Aber auch 1980 war diese Federung schon ein alter Hut. Dieses System wurde bereits 1955 bei der Präsentation der legendären Göttin (Citroen DS) http://www.carandclassic.co.uk/uploads/new/154316.jpg

http://www.citroen-ca.com/IMAGES/MarketPics/CCADS23.jpg

vorgestellt.)

1982: Ein 1982er Citroen 2CV6 Club

Wenn schon das erste "Entchen" (diese Dinger wurden (nur in Deutschland, nicht in Frankreich) häßliches Entlein genannt) durch Chromteile und dunkel getönte Scheiben aufgewertet wurde, so sollte es hier etwas weiter gehen:

Neben schwarzer Fensterfolie den Chrom Radkappen vom Citroen GS Pallas waren vorallem die Heckleuchten ein Knaller. Da brach eben alles wieder durch, was ich bei den diversen Aufenthalten in den USA gesehen hatte. Am besten eine Heckleuchteneinheit wie an den alten Ford Thunderbird oder LTD Landau, durchgehend. Mit viel Mühe ließ sich dann das geeignete Material im Zubehörhandel finden. Die Heckleuchteneinheiten  stammen vom Audi 80. Natürlich wurde das ganze dadurch aufgewertet, daß in jede der 3 Leuchtkammern auf jeder Seite eine 21/5 Watt Zweifadenbirne montiert wurde: Effekt: Bei Licht an, war die ganze Leiste an, und beim Bremsen wurde die ganze Leiste massiv hell. Wer als nachfolgender Fahrer das übersehen hätte, der wäre auch am helllichten Tage vor eine schwarz gelb markierte Mauer gefahren ohne zu bremsen. Das bei einem normalen Entchen zwischen den kleinen Heckleuchten sitzende Nummernschild wurde einfach unterhalb der Stußstange montiert, eingerahmt von 2 Nebelschlußleuchten.

Das ganze sorgte wirklich für eine Menge Aufsehen. Auch bei der Ordnungsmacht. Und so gab es eine fette Mängelkarte:

Scheibenfolie

Heckleuchten

zu tiefes Nummernschild

also: alles ab (leider habe ich keine Bilder davon), aber aufgegeben wurde nicht.

Wenn das Bekleben mit schwarzer Folie verboten ist, dann kommt die raus. Aber den Effekt kann man durch Einsätze aus schwarzem Samt im den betroffenen Scheiben ebenso erreichen. Und "Deckel" innen hinter den Fenstern zu montieren, wenn man einen rechten Außenspiegel hatte, das war dann nicht zu bemängeln (obwohl man jetzt durch die hinteren Fenster gar nichts mehr sah; soviel zu Sinn und Unsinn von Gesetzen)

Die Heckleuchten kamen ab und die Originale wurden wieder montiert. Also weg vom modernen Ami-Look mit durchgehender Heckleuchte hin zu Normal? Nein!

Man muß nur erfinderisch sein: Wie gesagt, keine Bilder vorhanden, aber das nächste Bild zeigt eine Animation der "Roof-Treatment. Eine Abeckung reduzierte das Heckfenster auf die Groesse dessen, was in den 30er Jahren üblich war. Zusammen mit den kleinen Heckleuchten "very old school" und in jedem Fall ein echter Hingucker, und wieder keine Möglichkeit für die Grünen, zu meckern. In diesem Sinne: Keep on Ducking! (Kein Schreibfehler; in Anlehnung an den Slogan amerikanischer Trucker die Adaptierung ans Auto)

1985 Audi 100 CD 5 E Automatik

Zu meinem 25. Geburtstage habe ich mir selbst einen Audi 100 CD 5 E Automatik geschenkt. Seinerzeit von Audi als die PS Elite beworben und eine interessante Mischung aus amerikanisch plüschiger Vollausstattung mit allen elektrischen Helferlein und für seine Zeit mit 200km/h (Tacho) sauschnell in dieser Klasse.

1986 Honda Prelude EX 5-Gang

Das Bessere ist der Feind des Guten. Eine Probefahrt im Honda Prelude und man war süchtig.

tief, agil, handlich wie ein Go Kart, hing am Gas wie die Sau und war für seine Zeit bestechend schön. Selbst deutsche Autozeitungen, zu der Zeit noch sehr kritisch gegenüber Auslandsprodukten, setzte dieses Auto auf die ersten Plätze in Vergleichstests.

Hier mal eine Mischung aus Werbung und Realität

http://de.youtube.com/watch?v=A9eXYFuizzs

http://de.youtube.com/watch?v=r86K7XcXitg

http://de.youtube.com/watch?v=Xi1RYmLWkwM

http://de.youtube.com/watch?v=CPRehsZWzoU&NR=1

http://de.youtube.com/watch?v=DHyfZp12IVY&feature=related

1987 im Januar

Ein Audi 200 (das Topmodell, noch amerikanischer, noch mehr Ausstattung)

(leider keine Bilder vorhanden, ich habe hier mal einige Links gelistet)

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Audi_200_c2_v_sst.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Audi_200_c2_h_sst.jpg

http://www.audi-100-coupe-s.de/bildergalerie/galerie_200_43/index.html

1987 im Sommer:

Deserter GT (wenn schon einen Buggy, dann diesen: flacher und breiter geht es nicht) für schönes Wetter und Freizeit

und ein 300 ZX Targa: dezent, stark und schnell, für die offizielleren Anlässe. Leider habe ich auch vom 300 ZX (Werkscode Z31) nur sehr wenige und ungenaue Bilder. Daher hier ein paar Links:

http://de.youtube.com/watch?v=On2wmy0Wb9o

http://de.youtube.com/watch?v=K86KDu--aXM&feature=related

http://de.youtube.com/watch?v=Ak4c3Rt_nNM&feature=related

Ja, was bei uns 300 ZX hieß, wurde in Japan als Fairlady vekauft

http://de.youtube.com/watch?v=E5iFNbhN4bM&NR=1

Aber all diese Clips werden dem Auto nur annähernd gerecht. Und nun etwas interessantes. Gerade der Clip eines virtuellen 300 ZX wird dem Auto von seiner reellen Präsenz auf der Straße am meisten gerecht. Und auch die Stimmung in dieser virtuellen Welt spiegelt am ehesten das wieder, was das Auto ausmachte.

http://de.youtube.com/watch?v=yuCCpIpPMvg&NR=1

In so fern entsprach es von der Stimmung, nicht von der Exclusivität, genau dem, was mich als 12 jährigen (da kaufte mein Vater den ersten Citroen DS) autosüchtig machte:

http://de.youtube.com/watch?v=ZxSbKk3a2Os

Richtig. Der bahama-gelbe Aston Martin DBS (aber entgegen der landläufigen Meinung ist das kein DBS V8 sondern nur der kleine mit dem Reihen 6 er aus dem DB6 (für mehr Infos siehe www.astonmartins.com), der nur mit den Alus des V8 und einigen Karosseriedetails umfrisiert wurde).

Natürlich war der 300ZX längst nicht so exclusiv wie der Aston, aber er ist ein ebenso schneller und schwerer klassischer Tourer. Kein nervöser quirliger Sportler. Und eben diese Realität spiegel die ironischer Weise gerade die virtuelle Welt in dem Clip Carchase in Paris so wunderbar wieder...

1988: ein großer Schritt voran: ein neuer 1988 Chrysler LeBaron in Midnight Blue als Cabrio

http://de.youtube.com/watch?v=1gGnXFuHyNE

http://de.youtube.com/watch?v=ABeJW_mWtMI

Was in den USA und in Europa als Le Baron verkauft wurde, hieß in Mexico

http://de.youtube.com/watch?v=MPOqOK3cgzk&feature=related

und was das Fahrzeug neben dem Design noch adelte, war das E-Dach

http://de.youtube.com/watch?v=h7GlcE2y9aw

aber viel zu schade, um damit durch den Winter zu fahren:

deshalb ein 1975 Laurel 6-Zylinder Automatik

Klassische, dezente Linien, und eine superlaufruhiger Reihen-6-Zylinder wie Samt und Seide, im Stand nicht zu hören und nicht zu spüren, und beim Anfahren und Beschleunigen wie am langen Gummiband gezogen.

und weil dieses Ding so geil fuhr, gleichzeitig noch ein ein aktuellen

1987 Laurel mit elektonisch geregelter 4 Gang + Overdrive Automatik in Crown Ausstattung

und weil große, dunkelblaue Limousinen so wundervoll konservatives,

entspanntes Fahren bieten können, 1991 die moderne Interpretation;

der neue Caprice Classic V8

Was die Bilder aufgrund der gigantischen Industriegebäude nicht hergeben: classic American iron: 5,5 Meter lang und über 2 Meter breit, und unendlich viel Platz für 3 Personen vorn und 3 Personen hinten, 4 gehen in der Form wie 3 in europäische Autos passen!

Um ein wenig die Stimmung wiederzugeben, die das Fahren in diesem Cruiser erzeugte, einfach mal diesen Link anklicken:

http://de.youtube.com/watch?v=kHeDAkVc0zQ

http://de.youtube.com/watch?v=zxMvZ9Visig

Vielleicht gibt diese Clip etwas besser die Dimensionen dieses Dinosauriers statt. Der Innenraum war so breit, dass er einen neuen Komfortstandard für den Sitzkomfort brachte:

Der Fahrer konnte von seinem Sitzplatz aus der Beifahrerin nur mit voll ausgestrecktem rechten Arm den Zeigefinger ins linke Ohr stecken! Einfach mal ausprobieren im eigenen Auto.

Autos, die diesem Idealmaß für Komfort heute noch in etwa entsprechen, sind die Wohnmobile, die etwas weiter unten zu sehen sind...

1992 Pontiac Firebird Targa, (das letzte Modelljahr des Knight-Rider, aber mit Alu-Rädern statt Plastik-Deckeln auf Stahlfelgen, dazu das Aerodynamik-Paket, und damit es "optisch rund" ist, auch der Innenraum passend zur Aussenfarbe in Schwarz; die Bilder zeigen das Auto am Tag, als ich es beim Händler abgeholt habe, noch mit Überführungskennzeichen...)

1994 Pontiac Trans AM Targa

5,7 Liter V8 aus der Corvette, Leistung, Drehmoment und Sound ohne Ende,

und trotz 245/50 ZR 16 auch noch durch den tiefsten Schnee des Jahrzehntes gekommen

Kraft hörbar gemacht, schon im Stand:

http://de.youtube.com/watch?v=V6A-eeIwtY8

Kraft sichtbar gemacht (wichtig: was man sieht, ist ein Tacho mit Meilenskalierung, 120 mph entspricht 192 km/h

http://de.youtube.com/watch?v=L4XKyq-4Q7w&feature=related

noch einmal etwas deutlicher

http://de.youtube.com/watch?v=9wHwGROOVDE&NR=1

welches Potenzial in diesem Dingen steckt, ist im folgenden Clip prima zu sehen:

man beachte den Beschleunigungsvergleich zu den japanischen Motorrädern (man hört im Video, daß man bei 140 mph (ca 230 km/h) abgebrochen wurde und später der Vergleich mit der Toyota Supra Turbo, die nicht den Hauch einer Chance hat. Übrigens: In Länge und Breite entsprach diese 2 türige Targa Coupe der 7er BMW seiner Zeit!

http://de.youtube.com/watch?v=qPK-tfDGyZI&feature=related

1995: Mein erste eigenes Wohnmobil:

Ein frisch importierter, neuer Mobilvetta Icaro 5L auf Iveco Daily 4012:

4 Tonnen Gesamtgewicht, Turbo Diesel Intercooler, 7 Sitze und 7 Schlafplätze, und und und (weitere Details im Kapitel more than 3 decades of travelling)

22.11.96: 1996er Chrysler New Yorker

wie eine britische Autozeitung zur Vorstellung des New Yorker (mit 5,30 Meter ca. 30 cm länger als die damalige Mercedes S Klasse, und vielleicht "the most elegant blend of modern american style and jaguaresque classic lines") schrieb:

"Sit down behind the wheel of a rusty Ford Transit van and you start yelling obsceneties at anything with a skirt on.

Enter the new Chrysler New Yorker and you immediately feel like a high-flyer at Wall Street..."

Wieviel die Farbgebung noch einmal ausmacht, dass kann man hier sehen.

http://de.youtube.com/watch?v=Tis0TdU2AbQ&feature=related

Meiner war smaragdgrün metallic mit elfenbeinfarbenen Leder.

Was Einfuhrumsatzsteuer und Mehrwertsteuer sowie der Aufschlag des Importeurs ausmachen, das kann man hier sehen. Wenn im Film von ca 30.000 US $ die Rede ist, so wurde das Auto hier zu Preisen ab 82.000 DM angeboten.

http://de.youtube.com/watch?v=EV6Ql_hfVhg&feature=related

http://de.youtube.com/watch?v=1pYtCkqRO2I&feature=related

Um das Durcheinander mit den Begriffen LHS und New Yorker aufzuklären:

In den USA wurden 2 Varianten angeboten. Eine klassische unter dem traditionellen Namen New Yorker (geht viele Jahrzehnte zurück), und eine moderne LHS. Der New Yorker hatte vorn drei Sitzplätze und der Automatikwählhebel war am Lenkrad. Der Kühlergrill und die Umrandung Kühlergrill und Scheinwerfer waren verchromt. Bei der sportlichen Variante machte man auf Euro (Euro stand für Europäisch und war durch das Aufkommen von europäischen Sportlimousinen wie dem 5er BMW sehr in). Daher hatte der LHS vorn Einzelsitze, und den Wählhebel für die Automatik auf einer Mittelkonsole. Kühlergrill und Umrandung waren im europäischen Monochromstil (Einfarbenstil) in Wagenfarbe. Des weiteren soll es Unterschiede im Bereich Fahrwerk gegeben haben...

Die offiziellen Europavarianten wurden New Yorker genannt und waren ein geschickter Mix aus beidem. Chrom vom New Yorker, Einzelsitze vom LHS...

Viele bemühten für die Karosserieform Worte wie Skulptur. In diesen Videos sieht man vielleicht etwas davon

http://de.youtube.com/watch?v=AXgPjpxbRwA&feature=related

http://de.youtube.com/watch?v=0w33Gyl5Sz4&NR=1

http://de.youtube.com/watch?v=UZzbIOvYn2A

 

Wenn klassische und moderne Linien nicht gemischt sein sollen, dann kann man das ganze auch trennen:

für die Moderne der kompromisslose

1999 Chrysler 300M 3.5 Litre 24V (hier in Deep Cranberry Metallic (Sonderbestellung, für Deutschland waren nur Schwarz, Dunkelgrün, Silbersand und Dunkelblau vorgesehen; dazu Leder in "Saddle-Beige")

für die Klassik das zu seiner Zeit leiseste und vermutlich beste Auto der Welt: der

1993 Lexus LS 400 V8 in Silbermetallic mit schwarzem Leder (sehr dezent, sehr klassisch und sicher eine der feinsten Arten einen 2 Tonnen schweren Wohnwagen-Anhänger quer durch Europa zu ziehen (zu dem Wohnwagen später mehr, wir wollten einfach mal was anderes machen als Wohnmobil fahren, und obwohl der Chrysler 300M noch ca. 10 PS mehr hatte, durfte man damit nur lächerliche 900 kg ziehen! So hatte jeder von den beide seine Aufgabe)

Dennoch: Der 300M blieb eine Ausnahmeerscheinung:

http://de.youtube.com/watch?v=lOSqZOKLAh0

http://de.youtube.com/watch?v=_dRRzXoVm4w&feature=PlayList&p=59778AA9FA6C4113&playnext=1&index=2

http://de.youtube.com/watch?v=P1S1RZqRFI8&feature=PlayList&p=2EEBDB25D81C1BA5&index=45

http://de.youtube.com/watch?v=0bVIUpH3ffA&feature=PlayList&p=2EEBDB25D81C1BA5&index=43&playnext=2&playnext_from=PL

Dieses Auto galt bei seiner Vorstellung als das Leiseste der Welt. Und von vielen wurde es auch als das qualitativ beste angesehen. Hier ein Video, bei dem man hört, wie wenig selbst bei Vollgas zu hören ist. Anlassen und Leerlauf waren im Innenraum gar nicht zu hören, man mußte schon auf den Drehzahlmesser schauen, um zu wissen, ob er läuft oder nicht. Fast wie bei modernen Habridautos...

http://de.youtube.com/watch?v=zMBWPjakuD0&feature=related

Und hier der Lexus bei seiner vornehmsten Aufgabe: 2 Tonnen Wohnwagen quer durch Europa ziehen. Hier in Dänemark.

Wo er überall gewesen ist, kann man genauer im Reise-Kapitel (more than 3 decades of travelling) sehen. Seine letzte Reise führte uns in die Niederlande. Das 1. Bild unten ist im Park Hooge Veluwe auf dem Weg zum Kröller Möller Museum mit der weltgrößten Gemälde Sammlung Van Goghs aufgenommen. Das Bild darunter in Dänemark auf dem Weg nach Skagen. Und das Bild darunter deutet schon (als fotografisches Kunstwerk) die Transition zum neuen Gespann mit Jeep Grand Cherokee an.

Das Bild, bei dem die Folter zu erkennen ist, wurde auch auf der letzte Reise durch Holland aufgenommen. Es deutet schon den Übergang auf den Jeep an, und die Hoffnung, die Qualen zur verringern, die ein Wohnwagen-Gespann mit der Länge eines 40 Tonnen Sattelzuges

verursachen kann. Welche Länge dahinter stand, zeigt das untere der beiden oberen Fotos. Hinter dem Lexus steht ein Honda Accord mit einem Wohnwagen (und das war kein Spielzeug, sondern ebenfalls Lebensgröße)! Hier noch mal im Ausschnitt:

2002 Jeep Grand Cherokee Quadra Drive II

War natürlich so, daß die Sache nicht wirklich kürzer wurde. Hier nochmal im Vergleich zum 40 Tonner

Im Jeep unterwegs im Rückblick auf den Lexus (das obere der beiden unteren Bilder)

fällt auf: Mehr Geräusch- und Federungs-Komfort bietet der Lexus. Mehr Kompetenz der Jeep. Und diese Kompetenz bedeutet auf weiten Reisen für den Fahrer deutlich weniger Belastung und damit mehr Komfort.

Hier auf dem Weg zur dänischen Nordseeküste (Jammerbucht). Das fängt an damit, daß die Spiegelverlängerungen (der Wohnwagen ist mit 2,53 Meter so breit wie die breitesten LKW, und damit man aus dem Zufahrzeug sieht, was sich im rückwärtigen Verkehr tut, sind extreme Spiegelverbreiterungen erforderlich) auf einer anderen Höhe liegen als die der normalen PKW, da der Jeep deutlich höher ist als normale PKW. Warum das wichtig ist? Weil das größte Problem bei Gespannfahren die unfähigen PKW Fahrer sind. Egal ober in engen Autobahnbaustellen, im Gegenverkehr auf engen Landstraßen oder bei Überholen. Ein Großteil dieser Unfähigen hat zwar Angst vor LKW und Wohnmobilen (obwohl meine Wohnmobile mit maximal 2,30 Meter deutlich schmaler waren, aber weil sie so hoch sind wirken sie für ein kleines Auto so bedrohlich), aber so ein Pkw mit Wohnwagen wird schon nicht so groß sein, man kann also lustig voranpreschen und dann stellen diese Unfähigen plötzlich fest, das ist ja alles viel breiter als man dachte, und dann bleibt nur eines: obwohl man schon am rechten Straßenrand ist, noch weiter nach rechts, sonst "rasieren" einen die Spezis auf der linken Seite!

Das geht damit weiter, daß man sich mit dem Jeep Quadra Drive II (Fünfgangautomatik mit Wandlerkupplung in 3, 4 und 5, Untersetzungsgetriebe sowie selbständig sperrenden Differenzialen (Mitten-Diff, Diff an Vorder und Hinterachse) keinerlei Gedanken mehr machen muß, dort zu parken, wo es am schönsten ist: z.B. ganz vorn am Strand, in der nassen Wiese

Da geht man am Abend, nachdem man den wunderschönen Abendhimmel bewundert hat, beruhigt schlafen

Und natürlich lieferte auch das auf eine Anhängelast von 3,5 Tonnen ausgelegte Fahrwerk das stabilere Fahrverhalten. Aber eine ganze Reihe von Folterqualen blieben:

Auf eine Autofähre kommt man nicht (nicht mangelndes fahrerisches Können, immerhin haben wir den Wohnwagen viele tausend Kilometer ohne jeden Kratzen am Aufbau und auch ohne jeden Kratzer an den schönen Alurädern durch England, Schottland und Wales gebracht, und das, obwohl dort die maximal zulässige Breite von Wohnwagen 2,30 Meter ist (wegen der engen Strassen, und eine englischer Wohnwagen der Spitzenklasse wie z.B. ein Fleetwood Heritage hat ganze 2,21 Meter Breite) (zur Erinnerung: dieser Wohnwagen hatte 2,53 Meter), weil die geringe Bodenfreiheit und die gigantische Länge nur sehr geringe Rampen- und Böschungswinkel ermöglich. Kurz: es ist technisch nicht möglich, bestimmte Rampen zu überfahren, ohne den Rahmen zu zerstören (Einfach noch einmal etwas nach oben scrollen und die Länge und die Bodenfeiheit betrachten). Und das bedeutet dann im Extremfall: im Dunkel oftmals viele Hundert Meter rückwärts (nach Spiegeln) zurück bis zur nächsten Straßeneinmündung, die ein Wenden des 14 Meter Gespannes ermöglicht. Wie gesagt nicht ein Kratzer an Aufbau oder AluRädern, aber viele fahrerische Herausforderungen der Sonderklasse. Und so der Wechsel zu unserem neuen Kleinstwagen

2004: ein neuer Rimor Super Brig 677

der mit nur 7,3 Metern die Wendigkeit eines Smart hat (vergleichsweise) und der endlich auch all das bot, was uns seinerzeit vom Wohnmobil Mobilvetta auf die PKW-Wohnwagen-Lösung schwenken ließ:

ABS, Airbags für Fahrer und Beifahrer sowie eine leistungsfähige Klimaanlage.

Und aus den Erfahrungen mit dem Wohnwagen auch die Beachtung des Punktes Länge des Hecküberhanges im Verhältnis zur Bodenfreiheit)

Hier auf dem Weg in Dänemark oben, sowie unter der neuen Brücke nach Seeland unten

Und wir kein Zugfahrzeug der Spitzenklasse mehr brauchten, verließ uns auch der Jeep und wir begrüßten den damals gerade neu in Deutschland erhältlichen

 2004 Chrysler 300C Hemi V8 (Modell 2005) (Power, Soul und Beauty (wer weiß, wo ich diese Begriffe geklaut habe, der sei herzlich eingeladen, mit eine Mail zu senden (HerrBuecker@AOL.com) , denn es dürfte sich um einen ausgewiesenen Kenner handeln, und wir hätten sicher viel Freude beim Fachsimpeln auf höchstem Niveau))

Unten wird das Auto in verschiedenen Zusammenhängen dargestellt.

Hier sei es in einem ganz besonderen Zusammenhang benannt:

Während ich gerade auf CNN live die Amtseinführung (Inauguration) von Barack Obama ansehe (es ist der 20.1.2009) und ich mich frage, ob er als President of the United States of America zu beneiden ist, wird gerade ein Stück von Barack Obamas Vergangenheit bei Ebay (!!!) versteigert. 

Es ist  ein Chrysler 300C Hemi V8 mit 340 PS, genau wie meiner (einzige Unterschiede:

die Farbe und "nur" die US-Ausführung (die ist auf ca. 120 mph (ca 190 km/h) elektronisch limitiert, die Europaversionen des 300C Hemi V8 sind auf 250 km/h limitiert, haben Unterschiede in Fahrwerk, Bremsen, Reifen etc.))

Wie an verschiedenen Stellen zu lesen war (siehe Link einige Zeilen weiter), mußte er der Hemi V8 aus Gründen der politischen Korrektheit abgeben. Galt in den USA Hemi-V8 Power im 300C noch in 2005 als uneingeschränkt cool und erstrebenswert, so zeigt man heute mit dem Finger darauf. Der nicht beneidenswerte Mann, dessen neuer gewöhnungsbedürftiger Dienstwagen schon aufgrund der tonnenschweren Panzerung locker die doppelte Menge CO2 pro km produziert wie ein Hemi, muß sich nun privat mit Hybrid-Kompaktwagen begnügen... Da ist er nicht zu beneiden...

Ich halte da erst einmal an den besten amerikanischen Traditionen fest.

Nothing beats cubic inches (Hubraum ist durch nichts zu ersetzen)

except: more cubic inches (außer durch noch mehr Hubraum)

big, bold, powerful (nickname: beautiful brute)

Und um Vorwürfen aus der Umweltecke vorzubeugen: Ein Alibi Hybrid Kompakt als Symbolpolitik kann die Umwelt nicht retten. Es ist die tatsächlich produzierte Menge CO2. Und da sieht meine Gesamtbilanz besser aus. 

Etwas mehr Action und Gefühl vermitteln diese Links:

http://de.youtube.com/watch?v=uEsFSxGTBRU

http://de.youtube.com/watch?v=h541x6z3oxQ&feature=related

http://de.youtube.com/watch?v=eoEb1u2Cb7U&NR=1

auf dem Weg ins Kieler Schloss (Konzert der Bamberger Symphoniker)...

auf dem Weg zu den Highland Games ...

Aber es gibt noch etwas Gutes: Ich warte ja auf mein neues Wohnmobil (siehe auch 3 decades of...)
Es gibt nach wie vor keine offiziellen Bilder vom Hersteller vom Siesta Exclusive 650 FLC (nur von den kleineren 600 und abwärts), da die Produktion gerade erst angelaufen ist. Aber ein Händler in Schweden hat wohl eines der ersten Modelle ausgeliefert bekommen und gleich ein paar Bilder ins Netz gestellt (das Außendekor ist zwar anders, meiner soll nicht grau/blau sondern burgunder/champagner werden und außerdem werden die Felgen Chrome bekommen, aber die Innenausstattung stimmt) Nun fällt es noch schwerer, abzuwarten...
Hier einmal der Link
 
Am 23.1.09 hat mein Händler angerufen. Mein neuer Siesta Exclusive 650 FLC werde nun in der nächsten Woche "auf Kiel gelegt"... Dann kann der Osterurlaub ja kommen...
Und die Zukunft im PKW-Bereich? Themen wie Umwelt, Spritverbrauch, alternative Antriebe verunsichern?
Nun; angesichts dieser Aussichten auf die Zukunft mit Elektroautos könnte man den Mut verlieren:
Mal nicht gleich aufgeben. Das hier macht nicht nur Mut, es macht sogar Lust auf die Zukunft und den E-Antrieb. Und mal bei dem Video den Ton voll aufdrehen, dann hört man, dass es kein Stummfilm ist, sondern das das Dingen super leise läuft. Freuen wir uns auf diese Zukunft